Von Dr. Rubén Cutanda - Facharzt für Urologie. GUA Urologie und Andrologie, Gran Canaria
Inhaltsübersicht
- Warum nehmen Harnwegsinfektionen bei Männern im Sommer zu?
- Schnelle Tipps zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen
- Risikofaktoren bei Männern
- Häufigste Symptome und klinische Formen
- Neue Diagnoseinstrumente 2025
- Wirksame Prävention im Sommer
- Wann sollte man einen Urologen aufsuchen?
- Vereinbaren Sie noch heute einen Termin
Warum nehmen Harnwegsinfektionen bei Männern im Sommer zu?
Harnwegsinfektionen bei Männern sind zwar weniger häufig als bei Frauen, nehmen aber im Sommer deutlich zu. Dieses Muster ist durch medizinische Studien gut belegt. Faktoren wie Hitze, Dehydrierung und bestimmte Sommergewohnheiten tragen zur Zunahme dieser Infektionen bei.
- Verringerte Flüssigkeitszufuhr: führt zu konzentrierterem Urin, der die Blase reizt und das Wachstum von Bakterien fördert.
- Hohe Temperaturen: verursachen Schweißausbrüche und verringern die Urinmenge.
- Längerer Gebrauch von nasser Kleidung - wie z. B. nassen Badeanzügen - schafft eine Umgebung, die Bakterien begünstigt.
- Urinhaltung: Lange Reisen oder Aktivitäten im Freien fördern die Vermehrung von Bakterien.
- Erhöhte sexuelle Aktivität: erhöht das Risiko von Harnwegsinfektionen und Geschlechtskrankheiten.
Schnelle Tipps zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen
Männer können einfache Maßnahmen ergreifen, um Harnwegsinfektionen zu vermeiden, insbesondere bei heißem Wetter:
- Trinken Sie 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag, auch wenn Sie keinen Durst haben.
- Ziehen Sie nach dem Schwimmen Ihren Badeanzug an und duschen Sie in sauberem Wasser.
- Urinieren Sie alle 3-4 Stunden und immer nach dem Geschlechtsverkehr.
- Wenn Sie eine Vorhaut haben, ziehen Sie diese beim Urinieren zurück und vermeiden Sie es, Toilettenpapier auf der Eichel zu benutzen.
Die Vorbeugung von Harnwegsinfektionen bei Männern ist einfacher, als es klingt, wenn Sie gute tägliche Gewohnheiten befolgen.
Risikofaktoren bei Männern
Harnwegsinfektionen bei Männern sind oft mit medizinischen oder anatomischen Bedingungen verbunden. Einige häufige Faktoren sind:
- Gutartige Prostatahyperplasie (BPH): Erschwert die vollständige Entleerung der Blase.
- Ungeschützter Geschlechtsverkehr: insbesondere Analverkehr.
- Harnsteinleiden oder Fehlbildungen: anatomisch bedingt in der Harnröhre, der Vorhaut oder den Nieren.
- Schlecht eingestellter Diabetes: Erhöht das Risiko von Infektionen aufgrund veränderter Abwehrkräfte.
- Urologische Katheterisierung: o häufige Zystoskopien.
- Immunsuppression: Transplantation, HIV oder biologische Behandlungen.
Häufigste Symptome und klinische Formen
Unkomplizierte niedrige ITU
Typische Symptome: Brennen beim Wasserlassen, dringendes und häufiges Wasserlassen, Gefühl der unvollständigen Entleerung. Kein Fieber.
Akute Prostatitis
Fieber, Schmerzen in der Dammgegend und Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Retention kann auftreten. Urinkultur und Nachuntersuchung erforderlich.
Pyelonephritis
Schmerzen im unteren Rückenbereich, hohes Fieber, allgemeines Unwohlsein. Kann bildgebende Untersuchungen erfordern, wenn Antibiotika keine Besserung bewirken.
Neue Diagnoseinstrumente 2025
Dank des medizinischen Fortschritts ist es heute möglich, Harnwegsinfektionen bei Männern schneller und wirksamer zu diagnostizieren:
- Flow-UTI®: Durchflusszytometrie, die eine Infektion in weniger als einer Minute ausschließt.
- Multiplex-PCR: nützlich in Krankenhäusern zum Nachweis von Antibiotikaresistenzen.
Wirksame Prävention im Sommer
Zusätzlich zu den oben genannten Tipps sollten Sie Folgendes beachten:
- Halten Sie Ihren Urin nicht über längere Zeit zurück.
- Verwenden Sie beim Gelegenheits- oder Analsex ein Kondom.
- Überprüfen Sie die BPH, wenn Sie einen schwachen oder tröpfelnden Strahl bemerken.
- Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker, wenn Sie Diabetiker sind.
- Tragen Sie nach dem Schwimmen trockene Unterwäsche.
Wann sollte man einen Urologen aufsuchen?
Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome haben:
- Hohes Fieber oder Schüttelfrost.
- Schmerzen in den Flanken oder im unteren Rücken.
- Vorhandensein von Blut im Urin.
- Starke Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
- Anhaltende Symptome nach 48 Stunden Antibiotikaeinnahme.
- Hodenschmerzen oder Ausfluss aus der Harnröhre.
Eine frühzeitige Diagnose vermeidet Komplikationen und unnötige Behandlungen.
Vereinbaren Sie noch heute einen Termin
Haben Sie Beschwerden beim Wasserlassen oder möchten Sie in diesem Sommer Problemen vorbeugen?
In der GUA Urologie und Andrologie bieten wir Ihnen eine fachkundige Diagnose und einen individuellen Ansatz.
- Telefon: 928 264 695
- E-Mail: info@urologiayandrologia.com
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Referenzen
- EAU-Leitlinien. Urologische Infektionen. 2025.
- IDSA-Leitlinie für die klinische Praxis bei Harnwegsinfektionen bei Erwachsenen. 2025.
- ECDC. Bericht "Antimikrobielle Resistenz in Europa 2024".
- EMA. EPAR: Tebipenem pivoxil HBr, 2025.
"Harnwegsinfektionen bei Männern: im Sommer häufiger, aber immer vermeidbar".

